14. Sonntag nach Trinitatis - Danken

Sonntag

Wie oft bitten wir Gott, uns doch das Unglück, den Schmerz oder das Elend zu nehmen. Manchmal versprechen wir sogar dafür etwas, so als ob wir mit Gott handeln könnten. Wenn es uns aber gut geht, vergessen wir das Danken. Dabei ist so Vieles nicht selbstverständlich, was wir ganz selbstverständlich hin nehmen. Danken macht das Herz freier, lässt uns bewusster leben. Und es befreit von dem Zwang, alles selber machen zu müssen.

Im Lukasevangelium steht im 17. Kapitel die Geschichte vom dankbaren Samariter

Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf ging, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in gehörigem Abstand stehen und riefen laut: „Jesus! Herr! Hab Erbarmen mit uns!“ Jesus sah sie und befahl ihnen: „Geht zu den Priestern und lasst euch eure Heilung bestätigen!“ Und als sie unterwegs waren, wurden sie tatsächlich gesund. Einer aus der Gruppe kam zurück, als er es merkte. Laut pries er Gott, warf sich vor Jesus nieder, das Gesicht zur Erde, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus sagte: „Sind nicht alle zehn gesund geworden? Wo sind dann die anderen neun? Ist keiner zurückgekommen, um Gott die Ehre zu erweisen, nur dieser Fremde hier?“ Dann sagte er zu dem Mann: „Steh auf und geh nach Hause, dein Vertrauen hat dich gerettet.“

Gestern hatte der Vater den ganzen Tag Kopfweh. Abends ging er früh ins Bett und in der Nacht konnte er nicht gut schlafen vor lauter Kopfweh. „Ausgerechnet heute musst du so viel arbeiten“, hatte die Mutter gesagt, als sie ihn früh an der Türe verabschiedete. „Oh, ich wäre so dankbar, wenn dieser Schmerz weg wäre.“, hatte der Vater gesagt und die Mutter zum Abschied
geküsst. Als er jetzt am Abend zur Tür herein kommt, fragt die Mutter: „Und? Wie geht es dir?“ „Gut!“, sagt der Vater erstaunt. „Wieso?“ „Dein Kopfweh!“, schüttelt die Mutter den Kopf. „Ach, das ist irgendwie weg. Ich weiß gar nicht, wie und wann das vorbei war.“ „Dann konntest du ja gar nicht dankbar sein.“, meint Sarah – und der Vater runzelt die Stirn.

Wir können ja einmal gemeinsam sammeln, wofür wir dankbar sein dürfen. Das schreiben, malen oder denken wir in die Papierblumen, die wir ausgeschnitten haben. Dann falten wir alle Blumenblättchen über unseren Dank zur Mitte. Nun legen wir unsere Blüten mit der glatten Seite auf eine flache Schale mit Wasser. Und dann können wir gespannt zuschauen, was mit unserem Dank geschieht ...

 

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