Simson – ein besonderer Mensch von Anfang an

„Samson (= Simson oder Schimschon (hebräisch Šimšon, Šimšôn? „von der Sonne“; auch „Diener Gottes“) gilt als zwiespältige Gestalt, die im Judentum und in der christlichen Theologie von verschiedenen Autoren sehr unterschiedlich beurteilt worden ist. Manche heben eher seine großen Taten, manche eher seine Sünden hervor. Im Brief an die Hebräer 11,32–34 EU wird er in einem Zug mit großen Glaubensmännern wie David, Samuel und den Propheten genannt…“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Samson

Ich bin Joschi und ich wohne in Israel. Ich muss euch unbedingt etwas erzählen. 

In unserem Dorf wohnt ein Mann – der Simson - der ist was ganz Besonderes. Er ist groß und sehr stark. Er hat ganz lange Haare und einen langen Bart, er geht wohl nie zum Friseur. Die Leute sagen: „Der Simson ist von Geburt an Gott versprochen. Da ist etwas Besonderes der Mutter begegnet, bevor das Kind geboren wurde. Der Mann hat die Kraft von Gott, darum darf er sich die Haare nicht schneiden lassen.“ Was die wohl meinen? Ich glaube ich muss mal zur Mutter von Simson gehen und sie fragen…

Also fasste ich Mut und ging zum Haus von der Familie Simsons. Die Mutter Simsons war gerade beim Getreide mahlen. Ich fragte sie: „Sag mal, warum hat der Simson so lange Haare und warum ist er so stark?“ 

Sie fing an zu erzählen: „Ich konnte keine Kinder kriegen. Das machte mich sehr traurig.“

Joschi: „Das glaube ich, meine Mama sagt immer zu mir – du und deine Schwester sind mein größtes Geschenk! Was täte ich nur ohne euch?“

Simsons Mutter (S’s M): „Ich habe oft zu Gott gebetet, dass er mir doch ein Kind schenken soll. Eines Tages, als ich gerade wieder gebetet hatte, war mir so, als ob ein Engel da ist und zu mir sagt: Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen.“

Joschi: „Ein Engel ist zu dir gekommen? Ich habe noch keinen Engel gesehen…“

S’s M: „Er sagte mir: Trink deshalb weder Wein noch Bier, iss auch keine Trauben…“

Joschi: „Und das hast du immer gemacht? Auch bei Festen? Hast keinen Wein getrunken? Und im Sommer wenn es heiß war, auch kein Bier? Und die Trauben, die schmecken doch so süß.“

S’s M: „Ja, daran habe ich mich gehalten. Aber der Engel sagte mir noch mehr:
Und iss nur gute Speisen, die Juden nach ihrem Gesetz essen dürfen. Denn der Sohn, den du zur Welt bringst, soll ein besonderes Kind sein – er soll Gott geweiht sein.“

Joschi: „Wir essen zuhause auch nur Sachen, die das Gesetz erlaubt. Wir essen zum Beispiel kein Fleisch von Schweinen. Aber sag mal, warum hat der Simsons denn so lange Haare und so einen langen Bart?“

S’s M: Der Engel sagte zu mir: Seine Haare und sein Bart dürfen nie geschnitten werden.“

Joschi: „Und was hat der Papa von Simson dazu gesagt? Hat der den Engel auch gesehen?“

S‘s M: „Der Engel erschien noch einmal. Aber mein Mann hat nicht gemerkt, dass es ein Engel war. Er wollte ihn vieles fragen. Aber der Engel sagte nur, er soll Gott ein Dankopfer bringen. Er verriet auch nicht seinen Namen. Wir opferten dann ein Ziegenböckchen und Brot. Und dabei verschwand der Engel vor unseren Augen. Da merkte auch mein Mann, dass es ein Engel Gottes war, der uns unseren Sohn versprochen hat. Und wir dankten Gott aus ganzem Herzen.“

Joschi: „Uiii, das klingt ja echt aufregend. Und dann hast du wirklich deinen Sohn bekommen?“

S’s M: „Oh ja. Ich war so glücklich, als ich merkte, dass ich endlich ein Baby kriegen kann. Und erst recht als es geboren wurde! Ich wollte den Jungen immer nur anschauen und ganz fest in meinen Armen halten.“

Joschi: „Und warum habt ihr ihn Simson genannt?“

S’s M: DU weißt doch, jeder Name hat bei uns eine Bedeutung. Simson bedeutet ‚von der Sonne‘ oder ‚Starker‘. Man kann auch sagen ‚Diener Gottes‘. Und von Gott ist er uns geschenkt und er soll ein Diener Gottes sein. Der Engel sagte mir auch beim ersten Mal noch: Er wird gegen die Feinde Israels kämpfen.“

Joschi: „Dass Simson stark ist habe ich schon gehört. Er soll auch ein Kämpfer sein?

S’s M: „Ach Joschi, ich kann nur hoffen, dass ihm seine Kraft nicht in den Kopf steigt. Manchmal kann er jetzt ganz schön wütend sein und wenn er dann zuschlägt…..? - Oh, da kommt er gerade. Ich muss ihm schnell etwas zu essen machen. Er hat bestimmt einen Bärenhunger.“

Simson: „Mutter, Mutter, ich habe dir etwas Süßes mitgebracht! Probier mal…“

S’s M: (probiert den Honig) „Hmmm, das ist ja ganz leckerer Honig! Der schmeckt aber gut. Woher hast du den denn?“

Joschi darf auch kosten und verabschiedet sich: „Ich gehe zu meiner Mama und frage sie, ob es auch solch eine besondere Geschichte von mir gibt! Shalom.“

Vielleicht kennt deine Mama oder dein Papa auch eine besondere Geschichte von deinem Anfang? Oder von der Zeit, als du noch ganz klein warst? Frage sie doch mal! Vielleicht könnt ihr auch gemeinsam Bilder von damals anschauen?

Bilder herunterladen:

Joschi

Simsons Mutter

 

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