Mit Kindern philosophieren

Wenn ich eine Königin, ein König wäre….

Kinder denken sich gerne Geschichten aus. Sie überlegen sich in Gedankenspielen, was sie wohl tun würden, wenn… Dieses Experimentieren mit Gedanken können wir fördern, indem wir die Lust am Verkleiden, in andere Rollen zu schlüpfen nutzen.

Wichtig ist, dass die Kinder schon etwas „wissen“, das heißt die Geschichte von Esther wurde schon erzählt. Oder Märchen, in denen ein König oder Königin, eine Prinzessin vorkommt sind bekannt.

Ich schaffe eine anregende Atmosphäre – bequeme Plätze für jeden, jeder kann jeden sehen, durch Gestaltung mit Gegenständen kann eine Mitte oder der Tisch kann als Impuls dienen. Oder man besorgt sich ein Bild eines Königs, einer Königin, was man als Impuls nutzen kann. (Siehe oben)

Kinder werden aufgefordert, sich zu überlegen, was zu einem König oder einer Königin gehört bzw. wie er oder sie sein muss.

Nach einem nicht zu langen Sammeln von Eigenschaften eines Königs wird die Frage gestellt: „Überlegt euch mal – wenn ich eine Königin, ein König wäre ...“

Erwachsene sollen nicht direkt Einfluss auf den Gesprächsverlauf nehmen, aber doch das Gespräch in Gang halten. Kinder werden auch aufgefordert, auf die Äußerungen der anderen einzugehen. Wichtig ist auch, immer wieder das Gesagte zusammenzufassen und damit wieder in das Gespräch zu geben.

Vertiefende Fragen können gestellt werden, zum Beispiel:

Warum würdest du das so machen? Welche Gründe hast du für deine
Aussage?

Meinst du das genauso wie xy?

Warum stimmst du ihm zu? Warum bist du anderer Meinung?

Kannst du ein Beispiel nennen?

Es geht bei diesem Gespräch mit Kindern nicht nur darum, subjektive Meinungen auszudrücken, sondern weiterführend zu verallgemeinbaren Aussagen zu kommen.

Zum Beispiel:

„Ich wäre gerne Königin, weil dann alle auf mich hören müssen.“

„Sollen alle Menschen auf eine wichtige Person hören?“

„Muss man immer das tun, was jemand sagt?“

Eine allgemeingültige Aussage könnte sein: Es ist wichtig genau zu überlegen, warum man etwas tun soll. Manchmal muss man auch „nein“ sagen.

 

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