Jugendliche haben neue Wege aufgetan

„Dorfraum-Pioniere“ der Evangelischen Jugend Pfalz erhalten Kinderschutzpreis – Preisgeld wird verteilt

Werden mit sozialwissenschaftlichen Methoden für ihre Aufgabe fit gemacht: Mitglieder der evangelischen Jugend. Foto: view

Mitglieder der Evangelischen Jugend der Pfalz und Landesjugendpfarrer Florian Geith haben in Mainz den Kinderschutzpreis des Landesverbands Rheinland-Pfalz des Deutschen Kinderschutzbunds entgegengenommen. Familienministerin Anne Spiegel, die Ministerpräsidentin Malu Dreyer vertrat, übergab den Gästen aus Kaiserslautern sowie der Nord- und Westpfalz den mit 3000 Euro dotierten Preis.

Geith war mit 50-köpfigem Team – 28 Mitgliedern der evangelischen Jugend und ihren Angehörigen – nach Mainz gereist. Ausgezeichnet wurden sie für ihr Projekt „Dorfraum-Pioniere“ gegen die Landflucht. Mit einem sozialwissenschaftlichen Methodeninstrumentarium ausgerüstet analysieren die Jugendlichen in Umfragen und Anhörungen in ihren Heimatorten im Donnersberger und Lauterer Land die jeweiligen strukturellen und sozialen Gegebenheiten und entwickeln Problemlösungen. Die setzen sie gemeinsam mit Kommunalpolitikern und weiteren Entscheidungsträgern in den Orten um, damit die Dörfer wieder zu lebenswerten Orten mit Zukunft für alle Generationen werden.

Seit 2011, als das Vorgängerprojekt der Evangelischen Jugend der Pfalz als „Dorf-Leben“ startete, haben insgesamt 100 Jugendliche in acht Orten teilgenommen: Katzenbach, Kollweiler, Lauterecken, Obermoschel, Alsenbrück-Langmeil, Stelzenberg, Weilerbach und Kreimbach-Kaulbach. Derzeit beginnen die „Dorfraum-Pioniere“ im südwestpfälzischen Wallhalben ihre Arbeit. „Dort sind es derzeit acht Jugendliche, ihre Zahl könnte sich aber verdoppeln“, schätzt Ingo Schenk, der im Landesjugendpfarramt das Projekt federführend betreut. Die 3000 Euro Preisgeld sollen nach seinen Angaben unter allen „Dorfraum-Pionieren“ aufgeteilt werden.

Familienministerin Spiegel begründete den Kinderschutzpreis an die Pfälzer so: „Die ,Dorfraum-Pioniere‘ haben verstanden, dass der ländliche Raum nur lebt und überlebt, wenn junge Menschen ihn gestalten und hier leben möchten.“ Mit ihrem Engagement unterstützten sie nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch die einzelnen Gemeinden und die Gesellschaft.

In seiner Dankansprache gab Pfarrer Florian Geith zu bedenken: „Die ,Dorfraum-Pioniere‘ haben uns bewiesen: Wenn man Jugendlichen zuhört, mit ihnen spricht, ihre Ideen wahr- und ernst nimmt, ihnen Räume für Eigeninitiative eröffnet und mit ihnen gemeinsam entscheidet statt über sie hinweg, dann können sich Wege auftun, an die man zuvor gar nicht gedacht hat.“ dob

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