Zur Teilhabe am Sozialleben motivieren

In Pirmasenser Innenstadt entsteht ein Quartiersladen – Projekt wird von beiden Konfessionen gefördert

Präsentiert das Ladengeschäft in der Fußgängerzone in Pirmasens: Albert Gomille, Leiter des Hauses der Diakonie. Foto: Seebald

Viele Menschen in Pirmasens sind besonderen Herausforderungen ausgesetzt: Sie leben an der Armutsgrenze, sind Flüchtlinge oder alt und einsam. Für alle, die sich angesprochen fühlen, entsteht jetzt zentral in der Fußgängerzone ein „Quartiersladen“ als neue Begegnungsstätte. „Wir haben den Förderbescheid dafür erhalten“, sagt Albert Gomille, Leiter des Hauses der Diakonie in Pirmasens.

Das Land stelle 130?000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung. Damit könnten eine Stelle und die Räume in der Hauptstraße 80 finanziert werden. „Wir wollen dafür sorgen, dass Menschen am Sozialleben teilhaben können, sich treffen und kennenlernen, gemeinsame Hobbys und Interessen leben“, erklärt Gomille die Idee für das „Mitmach-Zentrum“ in der Fußgängerzone. Es werde Angebote geben, wie etwa ein Frauenfrühstück, an dem Mütter mit und ohne Migrationshintergrund sich begegnen können, wenn die Kinder im Kindergarten sind. Ideen für mögliche Veranstaltungen gebe es viele, doch dem Sozialpädagogen und Psychotherapeuten ist wichtig, „dass wir nichts überstülpen, sondern Angebote und Projekte aus dem Bedarf der Menschen gestalten“.

Das Nardini-Hilfswerk als Partner hat bereits Mittel gegeben, um das 140 Quadratmeter große Ladengeschäft einzurichten. Es ist ein ökumenisches und konfessionsübergreifendes Projekt, das Haupt- und Ehrenamt verbindet.

Der Laden muss unterteilt werden in eine kleine Küche, Sanitärräume, einen großen Gruppenraum sowie einen kleineren für Sozialberatungen. „Wir freuen uns über jede Unterstützung, materiell und durch ehrenamtliches Engagement bei Betreuung und Angeboten“, sagt Gomille. Viele Menschen koppelten sich eher ab, weiß er. Sie wieder zur Teilhabe am Sozialleben zu motivieren und miteinander zu vernetzen, ist sein Hauptziel. „Einladen, um ihnen zuzuhören bei ihrer Geschichte, Nöten, Stärken und Träumen – für ein Mitmachzentrum, dessen Tür immer offen ist, in dem Vertrauen herrscht.“

Es solle ein Zentrum werden, über Not und Armut hinaus, in dem sich alle Menschen aus dem Stadtviertel wohlfühlen und an dem sich möglichst viele beteiligen, wünscht sich Albert Gomille. Mitwirkung und Spenden seien willkommen. Auskünfte gibt Albert Gomille im Haus der Diakonie in Pirmasens ­unter Telefon 0?63?31?/?2?23?60, E-Mail: ­albert.gomille(at)nospamdiakonie-pfalz.de. cvw

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