Kommentar-Archiv

„Das Sein bestimmt das Bewusstsein“, hat Karl Marx einst konstatiert. Das bedeutet: Der Platz eines Menschen in der Gesellschaft bestimmt sein Denken. Aber es ist nicht das Sein allein. Auch die Sprache hat Einfluss darauf, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt. Das ist fatal. Schon durch die bloße Wortwahl können Menschen manipuliert werden, meint Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar.

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Mit der eurpäischen Flüchtlingspolitik beschäftigt sich KIRCHENBOTEN-Autor Florian Riesterer in seinem Kommentar. Das Wort habe Hochkonjunktur dieser Tage, wenn es um die Zukunft europäischer Flüchtlingspolitik gehe, meint er. Jedoch nur bezogen auf die EU-Staaten selbst. Mit den Flüchtlingen zeige sich Europa nicht solidarisch, wenn es tue, was in Brüssel vereinbart wurde: mit Auffangzentren innerhalb Europas und einer verstärkten EU-Grenzschutzbehörde die Festung Europa ausbauen.

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Die alten 68er stehen nun am Anfang des Rentenalters oder sind schon mittendrin. Was ist geblieben von ihrem Aufbegehren gegen den Muff von 1000 Jahren? Eine Errungenschaft jener Zeit ist die Wohngemeinschaft, kurz WG genannt. Sie ist heute eine in der Gesellschaft anerkannte Lebensform, an der auch ältere Menschen Gefallen finden. Im Vordergrund stünden bei ihnen die gegenseitige Hilfe und das gemeinschaftliche Leben anstelle von Einsamkeit, meint Wolfgang Weissgerber in seinem Kommentar.

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Laut einem Brief aus Rom ist die geplante Handreichung der katholischen deutschen Bischöfe zur Öffnung der Kommunion für protestantische Ehepartner nach Ansicht des Papstes noch nicht reif zur Veröffentlichung. KIRCHENBOTEN-Autor Martin Schuck sieht darin keinen Rückschlag für die Ökumene. Ein ökumenischer Fortschritt wäre erst bei einem theologischen Konsens über das Abendmahl erreicht, der eine wechselseitige Einladung möglich machen würde, meint er. So lange es nur darum gehe, gastweise...

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In KIRCHENBOTE 21 war ein Leitartikel zu lesen, der in seiner Spitze die Aussage enthält: Nach den Palästinensern fragt keiner! Im Anschluss wurde der Autor, KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger, bei Facebook als „Judenhasser, Nazi, Faschist, Antisemit und Antichrist“ bezeichnet. Wenn ein provokant-kritischer Kommentar anlässlich 60 toter und Hunderter verletzter Palästinenser, solche Hasstiraden auslöse, müsse man sich schon fragen, wie es im Nahen Osten jemals Frieden geben solle, meint...

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In der Praxis sind Protestanten vorsichtig, das zeige die Debatte über das Konzept der Erprobungsräume für kirchliche Arbeit in der Landessynode. Prinzipiell könnten die Synodalen der Idee schon etwas abgewinnen, Freiräume für neue Strukturen und Arbeitsweisen zu schaffen, auch mit dem Risiko, dass es schiefgehe. Doch das soll immerhin 250000 Euro im Jahr kosten. Da werde auch der beste Protestant zum Bedenkenträger, meint KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch in seine Kommentar.

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Die großen Sportverbände inszenieren sich gerne meint KIRCHENBOTEN-Autor Klaus Koch. Olympische Spiele und Weltmeisterschaften werden zu großen Festen der Völkerverständigung aufgeblasen, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gibt einen – wenn auch kleinen – Teil seiner Millionen für Kampagnen zu den Themen Fairness, Respekt und Antirassismus aus. Doch die moralische Selbstüberhöhung der Verbände hat ihre Tücken.

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Negerküsse gehen gar nicht. Der süße Kindertraum heißt mittlerweile Schokokuss, weil das Wort Neger als rassistisch gilt und verpönt ist – eine Übereinkunft, der die meisten Menschen folgen. Auf diesen Teil ihres kulturellen Erbes können die Deutschen leichten Herzens verzichten. Wolfgang Weissgerber beschäftigt sich in seinem Kommentar im KIRCHENBOTEN mit Mohrenköpfen, der Wittenberger Judensau und Kirchenglocken mit Hakenkreuzen.

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Die dritten Südwestdeutschen Medientage haben aufgezeigt, dass es auch im Zeitalter des Internets einen professionellen Journalismus geben wird und geben muss – obgleich sich dieser aufgrund der technischen Möglichkeiten deutlich verändern werde, meint KIRCHENBOTEN-Chefredakteur Hartmut Metzger in seinem Kommentar. Die neuen Verbreitungswege per Internet müssten aber in absehbarer Zukunft für den Journalismus zu (bezahlten) Vertriebswegen werden, damit es ihn und die „professionelle...

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Not, weiß der Volksmund, lehrt beten. Politische Not lehrt in Bayern ganz offensichtlich das Aufhängen von Kreuzen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder muss gewaltige Angst haben, dass die AfD seiner CSU die Landtagswahlen verdirbt. Deshalb ordnete der evangelische Christ an, ab 1. Juni in allen Behörden des Landes ein Kreuz aufzuhängen. Söder hofft, dass die Wähler glauben, damit bewiesen er und seine Partei, welch patriotische Bayern sie sind und wie wacker sie sich der Islamisierung des...

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