Koffergeschichte: David wird auserwählt (1.Samuel 16, 1-13)

Koffer: Perücke, Schwert, Hanteln, dickes Buch, z.B. Lexikon, Kochlöffel, Schaf, Harfe, Ölfläschchen, Umhang für Samuel

Koffer steht in der Mitte… Was da wohl drin ist?

Umhang herausnehmen und sich selbst umhängen..

Samuel erzählt: Ich bin ein Mann Gottes. Meine Aufgabe ist, den Menschen immer wieder zu sagen, was Gott möchte. Gott spricht mit mir und sagt mir: „Erzähle den Menschen von mir. Sage ihnen, dass ich sie lieb habe. Und dass ich gerne möchte, dass sie auf mich hören. Ich möchte zu ihnen sprechen, aber oft hören sie nicht auf mich. Sie tun Dinge, die mir nicht gefallen und womit sie sich gegenseitig weh tun. Sage den Menschen, ich will für sie sorgen wie ein guter Vater. Sie brauchen mir nur zu vertrauen.“

Mein Volk hat einen König, der das Volk regiert. Aber er machte es nicht mehr so gut. Er hat auch nicht mehr auf Gott hören wollen.

Da bekam ich eines Tages einen ganz besonderen Auftrag! Gott sagte zu mir: „Gehe nach Bethlehem zur Familie des Isai’s. Ich will mir dort von seinen Söhnen einen neuen König wählen, der auf mich hört. Und der mein Volk gut regieren kann.“ Ich bekam einen Schreck – wenn das der alte König erfährt, dass er abgelöst werden soll, dann verfolgt er mich bestimmt und wird mich töten!

Gott antwortete mir: „Keine Angst Samuel – ich bin auf deiner Seite und ich sorge für dich. Du gehst nach Bethlehem und feierst mit dem Isai und seiner Familie ein großes Fest! Und dabei lässt du dir die Söhne von Isai vorstellen. Ich werde dir zeigen, wen ich mir zum neuen König erwählen will.“

Ich machte mich auf den Weg. Und da ich von Gott den Auftrag bekommen habe, einen neuen König zu salben, musste ich das kostbare Salböl mitnehmen.

(Ölfläschchen aus dem Koffer holen, zeigen und daran reichen lassen, wieder einpacken)

Ich bin zu Fuß gereist. Da war ich ein paar Tage unterwegs bis ich nach Bethlehem kam. Unterwegs überlegte ich mir – wie muss denn ein guter König sein? Und wie werde ich merken, welches der Richtige ist? Denn der Isai hat viele Söhne. Was meint ihr? Wie muss ein guter König sein? Kinderantworten hören

Ich denke, der neue König muss stark sein! Er muss klug sein! Er muss gut kämpfen können. Er darf nicht hässlich aussehen. Er muss über alles Bescheid wissen. Er muss gut arbeiten können. Auch Sachen, die Frauen machen, z.B. kochen…

Endlich kam ich an. War ganz schön müde. Wir haben einen Gottesdienst miteinander gefeiert. Und dann natürlich gegessen und getrunken. Es gab wirklich super gutes Essen!

So – und nun kam meine eigentliche Aufgabe: Zuerst war da mal der Eliab, der älteste Sohn von Isai. Oh, dachte ich, der ist wirklich groß, ich muss meinen Kopf in den Nacken legen, um ihm ins Gesicht zu schauen… Das wird er sein! Der wird der neue König werden. Ich wollte schon mein Öl nehmen, aber da sagte Gott zu mir (dabei Hand auf die Brust legen, um das Innehalten und auf Gott hören anzudeuten) – dieser ist es nicht. Du siehst nur auf seine Größe. Der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.

Dann kam der nächste (Perücke) – oh der sieht aber echt schön aus! Das ist ein toller Mann! (Hand auf die Brust) aber auch da sagte Gott zu mir – der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott sieht das Herz an.

Der nächste – (Schwert) der hatte ein großes Schwert umhängen und ich dachte, der kann gut kämpfen und das muss ein König - ein guter Soldat und Heerführer sein. Aber auch da (Hand auf die Brust) sagte Gott zu mir – der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott sieht das Herz an.

Der nächste der kam (Hanteln) – der hatte Wahnsinnsmuskeln! Der ist stark, vor dem müssen sich die Feinde fürchten! da (Hand auf die Brust) sagte Gott zu mir – der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott sieht das Herz an.

Ein anderer Sohn von Isai ist mir aufgefallen – der muss klug sein! Der redete wie ein Gelehrter, wie einer der sich in allem gut auskennt und über alles Bescheid wie. Den will Gott sicher zum König haben…. da (Hand auf die Brust) sagte Gott zu mir – der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott sieht das Herz an.

Dann rief Isai seinen 5. Sohn (Kochlöffel) – der war gerade am Feuer und bereitete das Fleisch zu, damit wir nachher ein wirklich köstliches Essen haben könnten… Oh ja, dachte ich – ein König muss auch immer dafür sorgen, dass sein Volk genug zu essen hat, daher muss er sich auch mit solchen Arbeiten auskennen, die oft die Frauen machen. Aber da (Hand auf die Brust) sagte Gott zu mir – der Mensch sieht nur, was vor Augen ist, Gott sieht das Herz an.

Dann kamen noch zwei weitere Söhne. Aber auch da musste ich immer wieder sagen, das ist nicht der, den Gott sich zum König ausgewählt hat. Jetzt waren keine weiteren Söhne mehr da. Ich fragte Isai: „Sag mal, sind das alle deine Söhne?“

„Ach,“ antwortete Isai, „ich hab noch einen. Aber der ist noch so jung, er ist der kleinste und der ist auf dem Feld und hütet die Schafe. Was anderes kann der nicht machen. Er singt und spielt immer auf seiner Harfe. Aber das kann ja wohl nicht wichtig sein für einen König.“ „Hol den Kleinen. Ich muss ihn sehen,“ erwiderte ich.

(Schaf aus dem Koffer holen und Harfe) Dann kam der Junge – der Kleinste und Jüngste, der nur auf die Schafe aufpasste… er hatte ein kleines Schaf auf dem Arm, es hatte sich am Bein verletzt. Er versorgte seine Wunde und beruhigte es. Den Kleinen wollten die anderen nicht dabei haben wollten. (Hand auf die Brust)

Als ich diesen Jungen anschaute, sagte Gott zu mir: „Dieser ist es – auf salbe ihn. Er soll der neue König sein. Er hört auf mich. Er vertraut mir. Er ist ein Mensch nach meinem Herzen.“ (Ölfläschchen in die Hand nehmen) Da nahm ich das Öl und goss es über dem Kopf des Jungen aus. Das ist das Zeichen dafür, dass er der neue König werden wird, dass Gott ihn auserwählt hat. Von da an war Gott in ganz besonderer Weise auf seiner Seite.

Dann feierten wir alle zusammen weiter. Haben gegessen und getrunken und gesungen und getanzt. Nach ein paar Tagen bin ich wieder nach Hause gegangen.

Lydia Würth, Diak. Werk der Pfalz

 

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