Kita-Gottesdienst

mit Friedolin, der Kirchenmaus zum Reformationsfest innerhalb des Jahresthemas  „Schöne Aussichten“

Läuten:

Anfangslied: Die Großen und die Kleinen (Jöker, Wir kleinen Menschenkinder)

Kollekte: vier Kinder sammeln in Bechern

1. Sequenz:

Friedolin: Die Katrin ist ja wieder da

A: Und sie hat jemanden mitgebracht …

B: Ja, schaut mal: eine Eule!

Friedolin: Dann können wir ja jetzt wieder zu viert KinderKirche feiern!

A: Und das tun wir, weil Gott alles geschaffen hat (Erdkreis zeigen), weil Jesus uns lieb hat (beide Hände auf Herz legen) und weil Gottes Kraft uns stark macht (beide Fäuste ballen). Amen

Friedolin: Wo haste denn die Eule her?

A: Und hat die auch einen Namen?

B: Das ist Athene. Die habe ich in Korfu auf dem Flughafen getroffen.

Friedolin: Eine Eule! Das ist echt jemand, die schöne Aussichten haben kann. Jedenfalls besser als ich.

A: Dann wollen wir die erst mal begrüßen mit unserem Hallolied.

Hallolied: Hallo, schön, dass du da bist (Kindergesangbuch)

2. Sequenz:

A: Und die war einfach so am Flughafen?

B: Ich habe sie da sitzen sehen. Und die hatte das ganze Rollfeld im Blick.

Friedolin: Schöne Aussichten, was?

A: War das denn in der Nacht?

B: Na, da war schon später Nachmittag. Und da wird es immer schnell dunkel.

A: So ne Eule die sieht am besten im Dunkeln.

Friedolin: Apropos dunkel, die Kerze fehlt noch!

Hereintragen der Kerze: Ein Kind trägt die Kerze herein.

A: Die Kerze ist unser Zeichen für Gott. Wenn wir sie anzünden ist es hell und warm. Wir singen:

Lichtlied: Seht auf das Licht

3. Sequenz:

Athene: Vor dem Dunkel braucht man wirklich keine Angst zu haben.

Friedolin: Du vielleicht. Aber so 'ne Maus wie ich – also das ist nicht ganz ungefährlich mit Mäusen und Eulen.

B: Aber unsere Athene tut dir nichts.

A: Das glaube ich auch nicht. Stellt euch mal nebeneinander.

B: Siehst du: Athene ist eine sehr kleine Eule und du bist eine sehr große Maus.

Friedolin: Na dann – das sind ja vielleicht Aussichten!

B: Du hast ja noch viel Zeit, Athene kennenzulernen. Was man nämlich kennt, das macht einem weniger Angst.

A: Und das sind schöne Aussichten!

Friedolin: Ich müsste wissen, ob sie Mäuse frisst.

B: So 'ne Maus wie du? Daran würde sie sich aber schlimm verschlucken.

Friedolin: Schöne Aussichten!

A: Mir macht auch immer Angst, wenn ich etwas nicht kenne und wenn ich es mir nicht erklären kann.

Friedolin: Und wenn es dunkel ist.

Athene: Nee, dunkel macht mir keine Angst. Ich kann ja dann besser sehen als im Hellen. Aber wenn mich die Katrin überall hinschleppt, wo ich noch nie war. Das macht mir dann schon Angst.

B: Aber ich zeige es und erkläre es dir – und dann hast du schöne Aussichten

A: Das passt richtig gut. Heute ist nämlich Reformationstag.

Athene: Reform – was?

Friedolin: Das ist doch das mit Martin Luther.

B: Genau! Und Martin Luther hat uns damals für immer schöne Aussichten gegeben.

Friedolin: Hatte der auch Angst?

A: Martin Luther lebte zu einer Zeit voller Angst. Die Menschen wussten noch nicht, was ihr heute wisst, weil ihr das im Fernsehen gesehen habt oder eure Eltern das gelernt haben.

Friedolin: Dann waren die dümmer als wir?

B: Die waren nicht dumm. Aber die Zeiten waren so und die Menschen mit anderem beschäftigt. Es gab noch keine Schulen.

A: Aber es gab gruselige Geschichten, die Angst machten. Die Menschen hatten vor allem und jedem Angst, als Luther ein Kind war.

Friedolin: Das ist bestimmt wieder eine Geschichte!

Geschichtenlied: Ich weiß, was jetzt kommt ...

Geschichte: Eine Zeit voller Angst

Methode: Spielszene nach dem Arbeitsheft zur Kinderbibelwoche „Mit Martin auf Entdeckertour“ (Kirche unterwegs)

Text: Kinderszene Martin Luther

Mutter,SchülerInnen (Kinder mit einer Erzieherin, die spricht), Vater, Martin

Mutter Margarete mit Schürze und Kopftuch kommt säuerlich rufend und sucht ihren Sohn Martin.

Mutter: Martin! Martin! Wo steckst du nur? Wenn du nicht gleich kommst, wird dich der Nachtgrapp holen. - stutzt und sieht die Schüler – Wie kommt ihr denn in unseren Hof? Ach egal. Seid anständig, ihr befindet euch im Hause Luthers! Wo ist nur mein Martin?

Martin ist ein Lausebengel! Er hat keinen Respekt vor seiner Mutter! Aber das ist heutzutage wohl bei allen Jungs so. Man muss ihn hart anfassen, damit er spurt. - Ihr seid ja bestimmt auch keine Engel! - Martin! Komm jetzt endlich, sonst setzt es Prügel.

Verängstigt und eingeschüchtert kommt Martin.

Martin: Hier bin ich! Ich saß nur unten am Bach und habe meine Lateinverse gelernt.

Mutter: So, so, Lateinverse!

Martin: Ja, Frau Mutter.

Mutter: Martin, du weißt doch: Wenn die Sonne untergeht, dann musst du zu Hause sein. Sonst holt dich der Nachtgrapp!

Martin: Pater noster qui es in caelis ... dann bete ich schnell ein Vaterunser auf Latein. Dann wird mir schon nichts passieren.

Mutter: Jetzt komm zum Abendessen.

Sie setzen sich an den Tisch.

Martin: Wo ist der Vater?

Mutter: Er ist noch im Bergwerk. Auf, sprich das Tischgebet!

Martin: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (bekreuzigen) O Gott, von dem wir alles haben, wir danken dir für diese Gaben. Wir fürchten dich, du bist gerecht. O segne uns, bestraf uns nicht. Amen.

Sie essen. Vater Luther kommt still, setzt sich und bekreuzigt sich. Schweigen!

Mutter: Hans, was ist passiert? Du bist ja ganz bleich! Was ist los?

Vater (brummig): Der Teufel ist los.

Mutter: Hans, du machst mir Angst.

Vater: Der Berggeist hat zugeschlagen. - Der arme Siegbert!

Mutter: Heilige Anna, erbarme dich!

Vater: Die heilige Anna hat mich beschützt!

Martin: Ist der Bergwerksstollen eingestürzt?

Vater: Ja, er hat den Siegbert erschlagen.

Mutter: Oh schrecklich! Warum hat Gott ihn so bestraft?

Vater: Betet zur heiligen Anna, unserer Beschützerin! Gott möge uns helfen.

Martin: Und was ist, wenn Gott nicht hilft?

Mutter: Dann musst du Höllenqualen leiden für alle deine Sünden.

Martin: O je, ist Gott denn nie mit einem zufrieden?

Mutter: Man sagt: Wenn du Mönch wirst, Gott fürchtest und alle Gebote hältst – dann ist Gott mit dir zufrieden.

Martin: Mönch werden und Gott fürchten ...?

Mutter: Bub, Schluss jetzt! Geh ins Bett, sonst holt dich noch der Nachtgrapp!

Martin (bekreuzigt sich): Heilige Anna, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist erbarm dich unser! Amen.

Alle gehen ab

Erzähler: Gott sei Dank hat Martin Luther selbst herausgefunden, was uns in all den Ängsten helfen kann. Wir sind ja nie allein. Gott ist immer bei uns und das sind echt schöne Aussichten!

4. Sequenz

A: Bin ich vielleicht froh, dass Martin Luther den Nachtgrapsch und das Straffeuer abgeschafft hat.

Friedolin: Da hätten wir keine schönen Aussichten!

Athene: Und welche schönen Aussichten haben wir jetzt?

A: Gott ist keiner, der sich gruselige Strafen ausdenkt, wenn wir mal was falsch gemacht haben.

B: Wir verstehen vielleicht nicht immer alles, was passiert und warum es passiert.

A: Aber die schöne Aussicht haben wir: Gott ist da und hat uns lieb! Und das ist die Hauptsache.

Friedolin: Hauptsache? Jetzt kommt noch eine andere Hauptsache.

Athene: Noch eine schöne Aussicht?

Friedolin: Klar! Was gibt es zu essen?

B: Das hätte ich mir denken können. Wie wäre es mit Lutherbrötchen?

Essen: Reformationsbrötchen

Malen für die Kinder und „Kaffee“ für die Erwachsenen

Lied zum Zusammenkommen: Kommt, wir wollen weiter machen! Stellt euch hin und gebt euch die Hand!

Gebet:

Guter Gott, Danke für den mutigen Martin Luther, der uns in allen Ängsten schöne Aussichten gegeben hat. Amen

Vaterunser

Segenslied: Segne uns mit der Weite des Himmels, Refrain mit Gesten

Segen

A: So segne uns Gott, der alles geschaffen hat (Erdkreis zeigen), durch Jesus, der uns lieb hat (beide Hände auf Herz legen) und durch die Gottes-Kraft, die uns stark macht (beide Fäuste ballen). Amen

Kerze aus!

b. Wir wünschen euch allen eine behütete Zeit bis zur nächsten KinderKirche

 

 

 

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