„Wer teilt, gewinnt“

Im Frühjahr haben uns die Erdbeben in Nepal wieder einmal gezeigt, wie vergänglich alles auf der Erde ist und wie schnell aus einem normalen Leben ein extremes Leben in Armut mit allem Leid und Zerstörung wird.

Diese Erdbeben sind auch an unseren Kindern im Johann-Friedrich-Oberlin Kindergarten in Wörth nicht spurlos vorbei gegangen. Durch Nachrichten im Radio, die mobilen Medien oder auch die Kindernachrichten im Fernsehen kennen die Kinder die Bilder der Zerstörung.

Gemeinsam mit den Kindern haben wir über die Erdbeben in Nepal gesprochen. Wir haben Bilder der Katastrophe angeschaut, überlegt wie es den Menschen dort geht und wie wir helfen können. Die Kinder wollten nun Spielsachen, Kleidung und Essen zu den Kindern nach Nepal schicken. Da dies gar nicht so einfach ist, diskutierten wir über andere Möglichkeiten, wie beispielsweise der finanziellen Hilfe. Gemeinsam kamen wir auf die Idee – wir spenden Geld nach Nepal und teilen unseren Gewinn vom Waffelverkauf beim alljährlichen Maibaumaufstellen. Wir haben den Betrag dann an die Diakonie-Katastrophenhilfe für Nepal gespendet. Für die andere Hälfte des Geldes dürfen die Kinder sich neue Bücher und Spielsachen für ihre Gruppen aussuchen.

Methodische Anregung:

Ich habe erst die Bilder der ganzen Häuser vor dem Erdbeben gezeigt und mit den Kindern darüber gesprochen, wo das sei könnte.

Antworten wie: "Das ist nicht hier." "Weit weg". "Sieht aus wie in Asien" kam dabei von den Kindern.

Dann habe ich die Bilder mit der Zerstörung nach dem Erdbeben gezeigt.

Da waren die Kinder ganz schön geschockt.

Antworten kamen: "Oh!" "Die sind ja ganz kaputt." "Die Häuser hat jemand kaputt gemacht."

"Brücke eingestürzt" - diese Aussage fand ich am allerbesten. Sie kam von unserer Jüngsten (gerade 3 Jahre und 2 Monate alt) und sie wusste das aus den Kindernachrichten auf KiKa (ich habe die Mama extra danach gefragt). Sie wusste, was da in Nepal passiert ist.

Über Erdbeben haben wir auch gesprochen.

"Da wackelt die Erde." "Hier gibt‘s das nicht."

Weiter haben wir über die Hilfe für Nepal gesprochen.

Die Kinder meinten: "Wir können ja Essen hinschicken" oder "Meine Mama schickt meine alten Kleider immer zu den Armen."

"Die Häuser sind kaputt, wenn es regnet, regnet es rein und alle werden nass."

"Die brauchen auch Geld." "Ich hab Geld auf der Sparkasse." "Meine Mama kann Geld da hin schicken."

"Wenn alle etwas abgeben, dann bekommen die armen Kinder ganz viel."

Die Bilder der Kinder in Nepal habe ich den Kindern auch gezeigt, damit sie wissen wie die Kinder dort aussehen.

Kerstin Franz, Johann-Friedrich-Oberlin Kindergarten in Wörth

 

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