Alles Helden, oder was?! – Familienkirche zur Tauferinnerung

Begrüßung/ Votum

Eingangslied: Einfach spitze

Psalmgebet

Lied: Gottes Liebe ist so wunderbar

  1. Dialog (s.u.)

  1. Tauferinnerung (s.u.)

Lied: Ich möcht‘, dass einer mit mir geht (eg 209, 1.2.4)

Fürbittengebet (s.u.)

Vater Unser / Mitteilungen

Schlusslied: Halte zu mir, guter Gott

Segen (dazu Hände reichen, gemeinsames Amen)

Anschließendes Beisammensein: Hefezopf

Fürbitten

Pfr.: Guter Gott, wir danken dir dafür, dass du immer mit uns gehst. Das hast du uns in der Taufe versprochen, und das können wir jeden Tag unseres Lebens spüren.

Sprecher 1: Guter Gott, manchmal fühlen wir uns gar nicht wie Helden. Dann sind wir zu ängstlich oder zu schwach, um etwas besonders Tolles zu machen. Sei du gerade dann bei uns und mach uns mutig und stark.

Sprecher 2: Guter Gott, wir danken dir für die Helden, denen wir in unserem Leben begegnen: Menschen, die uns etwas Gutes tun, die sich für andere einsetzen. Lass uns selber so zum Helden für andere werden.

Anspiel: „Alles Helden, oder was?!“

BJ sitzt deprimiert auf den Altarstufen.

CK: Hallo Bianca! Was sitzt du denn da so traurig rum? Wir feiern doch Familienkirche! Das ist doch was Schönes!

BJ: Ja ja, eigentlich schon. Aber nach den ganzen letzten Familienkirchen mit all den Helden… Daniel – hat noch nicht mal in der Löwengrube Angst! Mir reicht’s schon, wenn ich eine dieser riesigen Spinnen im Badezimmer sehe… Oder der Barmherzige Samariter, der dem Verwundeten hilft! Ich drück mich ja sogar davor, wenn’s ums Tischabräumen geht…

CK: Aber ich bin mir sicher, dass du dafür andere Sachen machst, die du super hinbekommst! Wie liebevoll du dich z. B. um dein Patenkind kümmerst, das ist doch toll!

BJ: Ja, klar mag ich die Kleine. Aber deshalb bin ich doch keine Heldin! Ich glaube, wenn Gott mich mit meinem Patenkind knuddeln sieht, dann denkt er vielleicht: „Ist ja ganz nett, was Bianca da macht!“, aber heldenhaft findet er mich deshalb bestimmt nicht!

CK: Das stimmt vielleicht sogar. Für Gott werden wir nämlich nicht zu Helden, indem wir was besonders Tolles machen. Denk mal an Jona! Der ist immer nur weggelaufen vor Gott, weil er Angst hatte. Und am Ende war er doch ein Held! Und weißt du warum? Nicht, weil er alles so super hinbekommen hat. Nein: Weil er irgendwann zu Gott gebetet hat: „Gott, ich schaff das nicht allein. Ich will, dass du bei mir bleibst und mir hilfst.“ Dann hat’s auf einmal geklappt, als er sich zu Gott gehalten hat!

BJ: Du meinst also, Gott findet mich dann heldenhaft, wenn ich an ihn glaube und zu ihm bete? Hmmm, aber ehrlich gesagt macht’s das auch nicht besser: An manchen Tagen hab ich nämlich so viel anderes um die Ohren, da denk ich kein einziges Mal an Gott. Und manchmal hab ich auch keine Lust zum Beten. Also: Das wird nix mit mir und dem Held-Sein!!!

CK: Jetzt gib doch nicht so schnell auf! Du hast wohl völlig vergessen, dass wir heute nochmal eine Familienkirche feiern, und da geht es zum Anschluss um ganz besondere Helden!

BJ: HÄ? Heute ist doch Tauferinnerung, dachte ich! Da sind doch die ganzen Kinder, die vor 5 Jahren getauft worden sind!

CK: Ja, eben! Tauferinnerung! Du - und eigentlich gilt das für uns alle – wir haben ja vielleicht manchmal zu viel um die Ohren zum beten und zum An-Gott-Glauben. Aber Gott nicht! Der steht immer zu uns, und der findet uns gut oder meinetwegen auch heldenhaft, selbst wenn wir noch überhaupt gar nichts Tolles gemacht haben.

BJ: Das glaub ich nicht!

CK: Doch! Darum geht es doch in der Taufe! Da sagt Gott: „Du, Bianca, oder du, Corinna, bist mein Kind, und ich habe dich unendlich lieb – jetzt und immer!“ Und gerade wenn jemand wie wir als Baby getauft wird, dann hat er nun wirklich noch nicht viel Tolleres gemacht als geschlafen oder geschrien…

BJ: Dann hat Gott mich also bei meiner Taufe zur Heldin gemacht, auch wenn er noch gar nicht wusste, ob ich mal die Welt retten würde oder ob ich einfach nur eine gute Patentante werde?

CK: Genau. Für ihn bist du toll, weil er dich gemacht hat und weil du zu ihm gehörst. Deine Eltern haben dich ja auch von Anfang an lieb gehabt und lieben dich ein Leben lang, auch wenn du nicht Superman oder Prinzessin Lillifee wirst!

BJ: Dann ist die Taufe natürlich wirklich eine tolle Sache! Da könnten wir ruhig öfter mal für dankbar sein…

CK: Heute haben wir doch die Gelegenheit dazu. Als Dank für die Taufe, und dafür, dass Gott die Kinder begleitet, können jetzt die Eltern von den eingeladenen Tauffamilien hier vorne die Taufsäule schmücken mit den Blumen. Sie machen das stellvertretend für alle anderen…

TAUFSÄULE SCHMÜCKEN

Tauferinnerung

Bei der folgenden Tauferinnerung werden die Kinder, die vor 5 Jahren getauft wurden, nach vorne gerufen. Jeder darf seine Taufkerze an der großen Taufkerze anzünden, der Taufspruch wird noch einmal vorgelesen und das Kind bekommt mit dem Wasser aus dem Taufbecken ein Kreuz auf die Stirn gemalt, begleitet von einem Segenswort.

Alle anderen Kinder, die den Gottesdienst mitfeiern, werden eingeladen, auch zur Taufsäule zu kommen. Auch sie werden mit dem Kreuzzeichen auf der Stirn gesegnet und daran erinnert, dass sie eine einmalige Person sind und Gott sie liebt.

 

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